Pippi Langstrumpf

Wie Du mit der Matrjoschka-Metapher alte emotionale Schichten löst

Ich habe neulich beim Aufräumen eine dieser alten russischen Steckpuppen, eine Matrjoschka, wiederentdeckt. Du kennst sie vielleicht: Man dreht eine Figur auf und zack, steckt die nächste drin. Und darunter noch eine. Ich musste direkt schmunzeln und an meine Arbeit im Elterncoaching denken. Denn genau so vielschichtig ticken wir doch auch! Und das Beste ist: Es darf richtig Spaß machen, sich selbst auf die Schliche zu kommen.

Vielleicht kennst Du das: Dein Kind verhält sich völlig altersgerecht: Es trotzt, wirft die Schuhe hin oder schreit ein lautes „Nein!“. Und in Dir steigt plötzlich eine Welle aus Wut oder Hilflosigkeit auf, die eigentlich gar nicht zur Situation passt. Dein Kind hat einfach ungewollt eine Deiner inneren Holzpuppen freigelegt.

Wenn wir lernen, Schicht für Schicht hinzuschauen, passiert etwas Befreiendes: Wir erkennen, dass das Verhalten unseres Kindes kein Angriff auf uns ist, sondern schlicht Entwicklung. Sobald wir das voneinander trennen, können wir wieder viel klarer, gelöster und voller Leichtigkeit für unsere Kinder da sein.

Um so eine Puppe im Alltag ganz leicht und ohne Drama zu öffnen, reichen oft schon zwei kleine Fragen an Dich selbst:

  • Woher kenne ich dieses Gefühl eigentlich? (Geht es wirklich um die Schuhe – oder um ein altes Gefühl von früher?)

  • Was bräuchte ich JETZT gerade? (Ein kurzes Durchatmen, ein klares Nein oder einfach Mitgefühl mit mir selbst?)

Es ist ein wunderschönes Abenteuer, diese Schichten in Dir zu entdecken. Bei einer Mutter war es zum Beispiel die Angst, aufzufallen, weil sie als Kind immer Ärger bekommen hatte, wenn sie ihre Wünsche laut eingefordert hatte. Dies veranlasste sie als Mutter dazu, nervös und verärgert zu werden, wenn ihre Tochter genau dasselbe tat. Ein alter innerer Satz kam dann im Coaching hervor: „Vorsicht, das darfst Du nicht, sonst bekommst Du Ärger.“ Nachdem sie dies erkannt hatte, musste sie ihre Tochter nicht mehr dazu verärgert anhalten, weniger vorlaut zu sein. Sie erkannte, dass ihre eigene Reaktion damals nur ein Schutzimpuls war. Ein Muster löste sich auf und die Beziehung verbesserte sich spürbar und sie konnte dem Anlass entsprechend auf ihre Tochter eingehen.

Klar, es ist auch völlig ok, wenn Du eine Puppe mal nicht öffnen möchtest – der Prozess kann schließlich emotional werden. Du allein entscheidest und bestimmst das Tempo. Schon das bloße Wissen, dass da noch eine Figur liegt, bringt oft spürbare Erleichterung.

Isabelle

PS: Wenn Du Lust hast, Deine ganz eigenen Puppen mal nicht allein auszupacken: Ich bin als Elterncoach sehr gerne an Deiner Seite. Bei mir geht es nicht um einen tiefenpsychologischen Prozess, sondern um einen leichten, spielerischen Umgang mit Deinen Alltagsthemen – damit Du schnell wieder mehr Leichtigkeit spürst. Melde Dich einfach bei mir oder lies hier, wie ich genau mit Eltern zusammenarbeite!

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