Wie Schluss mit leise! Wie wir als Eltern endlich sichtbar werden
Heute ist Weltkindertag! Ein Tag, der weltweit daran erinnert, wie wichtig die Rechte, der Schutz und die Bedürfnisse von Kindern sind. Doch gerade jetzt, wo in den Medien so viel über historisch niedrige Geburtenraten diskutiert wird, dürfen wir eines nicht vergessen: Kinder können nur dann stark und geborgen aufwachsen, wenn ihre Basis stabil ist. Und diese unersetzliche Basis sind wir Eltern.
Deshalb schreibe ich Dir heute über ein Thema, das über den reinen Erziehungsalltag hinausgeht, das ich an diesem Tag aber dringend einmal loswerden wollte.
Wir feiern heute unsere Kinder – und das ist wunderschön! Aber jetzt mal zu Dir: Wie oft machst Du Dich im Alltag leise, um nicht aufzufallen, niemanden zu belasten oder den Erwartungen anderer zu entsprechen?
Ob beim Verstecken von Betreuungszeiten im Arbeitskalender, beim Lächeln trotz Überlastung oder bei den entschuldigenden Blicken im Supermarkt, wenn das Kind mal laut wird: Wir neigen dazu, uns zurückzunehmen. Damit entsteht der Eindruck, Familie sei reine Privatsache oder gar eine Belastung.
Doch wer Tag für Tag Kinder begleitet, leistet die wichtigste Arbeit überhaupt. Es wird Zeit, dass wir als Mütter und Väter endlich sichtbar werden und uns selbst die Lobby schaffen, die wir verdienen!
Wie Sichtbarkeit im Alltag ganz konkret aussieht:
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Im Job: Steh zu Deiner Rolle. Trage „Kinderbetreuung ab 16:30 Uhr“ selbstbewusst in den Arbeitskalender ein, statt vage Ausreden zu nutzen. Wenn Meetings familienunfreundlich gelegt werden, fordere bessere Zeiten ein.
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Im Bekanntenkreis: Beende ungefragte Ratschläge freundlich, aber bestimmt („Danke, aber wir haben einen Weg, der für uns funktioniert“) und steh zu echten Gefühlen – auch wenn der Alltag mal anstrengend ist.
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In der Öffentlichkeit: Entschuldige Dich nicht dafür, dass Kinder Raum und Aufmerksamkeit brauchen. Sie gehören mitten in die Gesellschaft. Schenke anderen Eltern in Stresssituationen ein aufmunterndes Lächeln statt wegzusehen.
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In Kita & Schule: Schließe Dich mit anderen Eltern zusammen. Gemeinsam werden strukturelle Probleme deutlich schneller gehört als durch leise Einzelkämpfer (z.B. Strafarbeiten, Nachsitzen, Betreuungsausfall etc.)
Sichtbar zu werden bedeutet nicht, laut rumzuschreien – sondern aufrecht zu stehen und den eigenen Raum einzunehmen. Damit tust Du nicht nur Dir selbst gut, sondern lebst Deinem Kind direkt vor, wie man für sich und seine Werte einsteht. Und das ganze startet zu Hause im Kleinen bei Dir!
Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass Familien endlich die gesellschaftliche Wertschätzung erfahren, die sie verdienen – AMEN :-)😇!
Isabelle
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Ich bin Isabelle, Elterncoach, Erziehungsberaterin und 3-fach Mutter.
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