Wann hast Du das letzte Mal ein Pausenbrot gegessen? Ist es viele Jahre her oder musstest Du vor Kurzem vielleicht eine alte Stulle Deiner Kinder essen, die unangetastet noch in der Brotbox lag?
Erinnert Ihr Euch noch an die kleinen und großen Pausen in Eurer Schulzeit? Was habt Ihr da gemacht? Etwas gegessen, mit Freunden gequatscht, Vokabeln ins Hirn gekloppt oder einfach mal aus dem Fenster geschaut?
Ich möchte Euch heute für ein Thema sensibilisieren, welches so wichtig ist:
das Thema PAUSE.
Unsere Kinder und wir wurden in der Schule noch regelmäßig angehalten, eine Pause zu machen. Nur wann ist diese Regelmäßigkeit bei uns abhandengekommen? Es gibt sicherlich welche von Euch, die sich super um sich kümmern, doch der Großteil rennt regelmäßig über seine eigenen Grenzen und vergisst zu pausieren. Wie geht es Dir mit dem Thema? Machst Du regelmäßig ein Stop zwischen Deinen Aufgaben?
Der Duden definiert die Pause so:
„Kürzere Unterbrechung einer Tätigkeit, die der Erholung, Regenerierung o. Ä. dienen soll.“
Ja genau, der Erholung und Regeneration. Ich war gestern Abend bei einer Sportgruppe, bei der es darum geht, sein Körperbewusstsein zu schulen und ich weiß nicht, wie viele Male die Kursleiterin PAUSE gesagt hat, bestimmt 50 Mal.
„Macht immer eine Pause, wenn es für Euch gut ist, PAUSE; PAUSE; PAUSE: In der Pause geschieht das eigentliche Ergebnis, das gilt nicht nur für Deinen Körper, sondern auch für Deinen lieben Geist.“
Ich war im Anschluss richtig gebrainwashed und mich bewegt der Spruch, den sie am Ende sagte noch heute:
„Mal kurz nicht nachgedacht – ZACK – glücklich!“
Da musste ich schmunzeln. Denn ist es nicht genau das, wonach wir Eltern uns sehnen?: Mal die Gedanken ausschalten, die vielen Orgapunkte, Verpflichtungen, Sorgen, ToDo-Listen.
Und wäre es nicht auch schön, wenn wir etwas von unseren Kindern lernen könnten. Sie machen noch ganz natürlich eine Pause, legen sich auf den Boden, schauen stundenlang in die Luft (oder Ihr Handy 😊) und schlafen einfach ein, wenn sie müde sind. Diese Pausen sind zwar nicht immer mit unserem Alltag kompatibel, aber unglaublich wichtig für die Erholung unserer Kinder. Lass Dich von ihnen anstecken und stelle Dir diese Frage in meiner kleinen Übung:
Wie schaffe ich es, im stressigen Familienalltag regelmäßig Pausen einzulegen, ohne dass etwas Wichtiges liegen bleibt?
Vielleicht ist dies eine kleine Anregung an Dich, mal wieder Pausenbrote zu essen, eine Freistunden zu haben und kleine und große Pausen im Alltag einzubauen. Da kann die Schule ein Vorbild sein 😊 Mal minikurz einfach tief durchatmen, ein Glas Wasser ohne Eile trinken. Mal ein Quicknap am Nachmittag. Mal ein etwas längerer Spaziergang. Mal ein Blick in die Weite und damit unseren Augen eine Pause zu können. Mal die Hände auf den Schoss legen, die Augen schließen und die Geräusche um uns herum wahrnehmen. Was sind Deine Pausenträume?
Ich werde mir jetzt ein großes Glas Wasser holen und es einfach nur austrinken, ohne nebenher über das nächste To-Do nachzudenken oder am Handy zu daddeln. Denn wie Mark Twain bereits gesagt hat:
„Wenn der Geist sich entspannen darf, folgt oft Inspiration.“
folgt dann bei mir sicher meine nächste Idee, um Euch und Euren Alltag als Eltern mit meinen Impulsen zu erleichtern.
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Ich bin Isabelle, Elterncoach, Erziehungsberaterin und 3-fach Mutter.
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