Elternblog: So sag 's meinem Kind -Frau mit Kind am Strand

Ferien adé, Stress ahoi? Bei einigen von Euch sind die freien Wochen ja leider schon wieder fast vorbei, d.h. kein Ausschlafen und Faulenzen mehr. Das fällt vielen Kindern, aber auch uns Eltern jedes Mal aufs Neue schwer. Neben der Vorfreude haben einige Kinder aber auch Sorgen und Ängste vor eventuellen Veränderungen oder vergangenen Themen.

Du erhältst heute 7 Tipps von mir, mit denen Du Dein Kind für die nächste Etappe leichter motivieren kannst:

1. Ferien Revue passieren lassen

Ihr könnt die Ferien nochmal gemeinsam Revue passieren lassen, und beispielsweise für das nächste Wochenende oder die nächsten Ferien etwas Schönes planen. Den Kindern kann es helfen, sich auf die positiven Seiten zu konzentrieren: Auf das Wiedersehen mit Freunden, das Lieblingsfach oder den Wiederstart der Freizeitaktivitäten, die meist in den Ferien ruhen. Außerdem haben sie so etwas Schönes im Kopf, über das sie am ersten Tag im Kindergarten oder in der Schule erzählen können.

2. Rituale aus den Ferien weiterpflegen

Nach dem Abendbrot etwas spielen, Morgens noch im Bett quatschen oder nachmittags gemeinsam in der Stadt bummeln gehen – das macht die Ferien so schön. Nehmt Euch ein paar dieser Rituale mit in den Alltag. Das stärkt nicht nur den Familienzusammenhalt, sondern versüßt Euch allen den Tag. Als Motivation könnt Ihr dies gleich am ersten Tag nach der Schule starten. Das gilt für Euch als Eltern übrigens auch. Ein gemütlicher Kaffee am Morgen oder Zeit fürs Zeitunglesen kann wunderbar im hektischen Alltag für Entspannung sorgen.

3. Schulstart ohne Altlasten

Die sechswöchigen Ferien sind eine gute Zeit, um Abstand vom vergangenen Schuljahr zu nehmen und dem Neuen offen entgegenzutreten. „Altlasten“ wie schlechte Noten sollen jetzt nicht mehr thematisiert werden. Stattdessen könnt Ihr mit Euren Kindern über neue Lehrer, neue Fächer reden, worauf es sich freut oder wovor es Angst hat. Richtet Euren Blick bei dem Gespräch nach vorne. Vielleicht kann Euer Kind ein paar konkrete Ideen oder Vorhaben auf Zetteln aufschreiben.

4. Von Anfang an durchstarten

Wenn Eure Kinder sich früh dransetzen, mit dem Schulstoff am Ball zu bleiben, sind Klassenarbeiten & Co. deutlich leichter zu meistern. Ihr könnt Eure Kinder dazu motivieren, auch mal andere Lernmethoden (z.B. in der Bewegung oder mit Notizzettel) auszuprobieren, Ihr könnt Ihnen den Rücken stärken, indem Ihr ihre Stärken und nicht ihre Schwächen betont. Ihr könnt für Ausgleich sorgen, ihnen einen schönen Arbeitsplatz und Ruhe bereiten, Ihr solltet allerdings nicht zum Hilfslehrer werden. Die Aufgaben müssen Eure Kinder ganz alleine lösen. Ein Satz wie „Wenn Du meine Hilfe brauchst, bin ich für Dich da.“ reicht hier völlig.

5. Sachen rechtzeitig packen.

Neues schürt Vorfreude. Schulanfänger werden völlig neu ausgestattet. Das weckt die Vorfreude auf den ersten Schultag nach den Ferien und steigert die Motivation. Ihr könnt von diesem Trick profitieren. Gönnt Euren Kindern etwas Neues: Ein cooles Hausaufgabenheft, eine neue Brotbox, neue Schnellhefter oder Stifte. Geht gemeinsam Einkaufen und lasst Eurem Kind die freie Wahl.
Nehmt Euch ein paar Tage vorher Zeit, die Sachen für Kindergarten und Schule zu packen und geht mit eurem Kind die Sachen gemeinsam durch. Was nicht mehr gebraucht wird, fliegt raus. Nutzt die Gelegenheit, um Hefte durchzublättern und auf Lernerfolge hinzuweisen. Das gibt Motivation, gut erholt und beschwingt ins neue Schuljahr zu starten.

6. Sorgen ernst nehmen

Wenn Eure Kinder in einer kompletten „Null-Bock-Phase“ sind, nehmt Euch Zeit und versucht herauszuhören, was genau der Grund ist. Hierbei ist es hilfreich, einfach nur zuzuhören und Verständnis zu zeigen. Sobald Eure Kinder merken, dass Ihr sie versteht und nicht alles schön reden möchtet, werden Sie Euch in Ihr Vertrauen ziehen. Versucht, gemeinsam mit Euren Kindern, nach Lösungen zu suchen und motiviert sie, diese selber umzusetzen. Je mehr wir die Sorgen und schlechten Gefühle unserer Kinder annehmen und akzeptieren aber nicht wegschieben, desto schneller können die Kinder Ihre Probleme alleine wieder loswerden.

7. Frühes Aufstehen wieder trainieren

Ein paar Tage vor Ende der Ferien kann ein gemeinsam erarbeiteter Aufstehplan erstellt werden. Am besten nähert Ihr Euch Stück für Stück den frühen Aufstehzeiten an. So kann der Wecker jeden Tag eine halbe Stunde früher gestellt werden und Ihr nutzt die Morgenstunden einfach, um ins Schwimmbad oder gemeinsam Brötchen holen zu gehen.

Gerade in der Ferienzeit, wenn Eure Kinder so viel Zeit miteinander verbringen, kommt es viel zu Streitigkeiten zwischen Geschwistern. In den ersten Ferienwochen müssen sie sich erst wieder aneinander gewöhnen und es kracht gerne mal häufiger. Wenn Du Methoden kennenlernen möchtest, wie Du die Beziehung zwischen Deinen Kindern stärken und selber mit ihren Konflikten friedlich umgehen kannst, lade ich Dich zu meinem Workshop „Hilfe, meine Kinder streiten“ ein.

Ich wünsche Dir nun noch schöne Restferien und einen guten Neustart in den Alltag.

 

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