Post-it statt Predigt:
So klappt`s aus ohne Meckern mit Deinem Kind
„Räum Deine Schuhe weg.“ – Keine Reaktion. „Deine Schuhe!“ – Nichts. Beim zehnten Mal werdet Ihr laut, die Stimmung kippt und Ihr fühlt euch wie eine kaputte Schallplatte.
Mein Tipp für diese Woche, um Eure Stimmen (und Nerven) zu schonen: Der Post-it-Trick.
Schreist Du noch oder klebst Du schon?
Statt alles 100 Mal zu wiederholen, schreibt eine kurze Erinnerung auf einen Klebezettel und pappt ihn direkt auf das „Problemobjekt“.
- Ein „Denk an mich!“ am Zahnputzbecher.
- Ein „Hungrig?“ an der Brotdose, die noch im Rucksack steckt.
- Ein „Hilfe, ich fühle mich so alleine, ich möchte zu den anderen! Danke!!!“ an den herumliegenden Straßenschuhen.
Warum das wirkt? Es nimmt die Emotion aus der Situation. Der Zettel meckert nicht, er kann nicht laut werden – er erinnert nur. Das Kind wird aus dem „Eltern-Gequassel-Modus“ gerissen und muss selbst aktiv werden.
Die Idee stammt aus dem wunderbaren Buch „How to talk so kids will listen and listen so kids will talk“ von den amerikanischen Erziehungsexpertinnen Adele Faber (ich hatte in meinem letzten Mittwochs-Impuls von ihr geschrieben) und Elaine Mazlish. Ich habe Dir die beiden Seiten aus dem Buch kopiert und hoffe, Du kannst es beim Vergrößern lesen.
Ich liebe es und gebe diesen Tipp so gerne weiter. Es klappt auch schon mit den Kleinsten, wenn sie gar nicht lesen können und sie dann neugierig fragen, was das bedeutet. Bei Teenagern kann es gerne mal zu einer gerümpften Nase führen, aber meist passiert dann noch was. Eine Mutter hat mir neulich ein Bild geschickt, dass auch ihr Sohn (Grundschulalter) diese Kommunikationsmethode kopiert hat😊. Humor steht einfach noch immer über allem!!
Probiert es heute direkt mal aus!
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Ich bin Isabelle, Elterncoach, Erziehungsberaterin und 3-fach Mutter.
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