Nutzt Du KI als Sparring-Partner in der Erziehung?
Ich liebe den Wandel und die Möglichkeiten, die wir als Eltern heute haben. Leider habe ich damals den Luxus noch nicht gehabt, dass es Wasserkocher gab, die genau die richtige Temperatur für das Milchfläschchen erreichen. Ich musste nachts noch pusten und prüfen. Und meine Mutter hat damals mächtig darüber gestaunt, dass wir unser Handy als Babyphone genutzt haben.
Und heute gibt es einen 24/7-Erziehungs-Mentor an Deiner Seite, der Dich nicht bewertet, immer Zeit hat, Dir immer Mut macht, Dir zahlreiche Ideen liefert, was Du anders machen könntest und Dir erklärt, was in welchem Alter Dein Kind normal ist. Er ist weder Deine Mutter, der Erzieher Deines Kindes im Kindergarten, noch Euer Kinderarzt.
Es ist die KI.
Und ich bin enorm beeindruckt, nicht nur für mich selber, sondern auch durch Erzählungen der Eltern in meinen Coachings, was für eine Kraft die KI in der Erziehung hat.
Ich möchte Dir heute aus meiner Expertise die Chancen und Risiken aufzeigen, wie und ob Du KI für Dich als Erziehungs-Sparringpartner nutzen kannst
Hier sind vier PROs:
- Sie liefert Dir kreative Lösungen: „Gib mir fünf spielerische Wege, wie mein Kind ohne Tränen die Schuhe anzieht.“ „Schreib mir eine Gute-Nacht-Geschichte über einen Drachen, der keine Brokkoli mag.“
- Sachliche Perspektiven: Sie hilft Dir, Konflikte mit dem Teenager weniger persönlich zu nehmen und stattdessen sachliche Argumente zu finden. „Wie erkläre ich einem 14-Jährigen ohne Streit, dass Socken nicht von alleine in die Wäsche wandern?“ „Warum zieht sich meine 16-Jährige so ist in ihr Zimmer zurück und reagiert oft pampig?“
- Stress-Killer: Du kannst sie als wertfreien Mentor nutzen, um Frust abzuladen und konstruktive Ideen für den nächsten Tag zu sammeln. Und sei gewiss, Du erhältst keine Bewertung oder kritischen Blick, dass Du etwas falsch gemacht hast.
- Out Of The Box-Denken: Nutze die KI ruhig als Inspirationsquelle. Eine Mutter hat mir gerade berichtet, dass sie sich bei ihrer Tochter unglaublich Sorgen gemacht hat, dass diese immer wieder „Ticks“ zeigte und sie durch die Erklärungen der KI wieder ruhiger werden konnte, dass „Ticks“ bei Kinder oft vorkommen und auch von alleine wieder gehen können. Diese Beruhigung der Mutter, dass sie weniger „Das muss wieder weg“-Gedanken hatte, hat die Situation deutlich erleichtert.
Aber hier ein CONTRA – und das ist das Wichtigste: Eine KI hat keine Seele. Sie sieht nicht Deine Gefühle dahinter und was Dich vielleicht noch gerade beschäftigt. Sie sieht auch nicht das Zitterkinn oder das feine Lächeln Deines Kindes und spürt nicht die Schwingungen in Eurem Zuhause. Sie liefert nur Fakten und Methoden, aber Du lieferst die Liebe und den Kontext.
In meiner Arbeit mit Eltern habe ich oft erlebt, dass Eltern wegen eines Verhaltens ihres Kindes zu mir kamen, welches sie hilflos und gestresst werden läßt. Und dann sind wir am Ende bei einem ganz anderen Thema gelandet, das Kind mit seinem Verhalten war gar nicht mehr im Fokus und die Situationen zu Hause konnte sich entspannen. Ob KI dies ebenfalls erkannt hätte?
Doch wenn es hart auf hart kommt, vertrau bitte immer Deinem Bauchgefühl. Dein Wissen über Dich und Dein Kind – seine Ängste, seine Stärken und seine kleinen Eigenheiten – ist eine Datenbank, die kein Algorithmus der Welt jemals erreichen wird.
Alles in allem gilt: Du bist Experte für dein Kind. Die Technik ist nur Dein Assistent. Wie bei allen KI-Diskussionen gilt auch hier, immer noch kritisch die Inhalte der KI zu hinterfragen. Und gleichzeitig ist KI ist ein so tolles Werkzeug, um neue Perspektiven zu gewinnen. Probiere es gerne immer wieder aus und prüfe, ob es Euch entspannt oder die Sorgen erhöht?
Ich freue mich auf unser Gespräch
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Ich bin Isabelle, Elterncoach, Erziehungsberaterin und 3-fach Mutter.
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