Meine ehrlichen und wunderbaren Makel als Mutter
Mir als Mutter geht es nicht immer gut. Ich habe Höhepunkte, in denen ich merke, es läuft und doch gibt es so viele Momente, in denen ich zweifle und mir Sorgen mache.
Als Elterncoach teile ich mit Euch zwar wertvolle Impulse, die den Alltag mit Kindern erleichtern und doch sind wir alle unperfekte Menschen und keine KI. Wenn ich die Impulse selber wie eine KI auf Anhieb perfekt umsetzen könnte, wäre ich ein Roboter.
Die KI ist so programmiert, dass sie IMMER unglaublich wertschätzend und auf Augenhöhe mit uns sprechen kann. Puh, es wäre ein Traum, wenn ich das als Mutter auch immer könnte.
Ich bin realistisch: Ich bin seit 17 Jahren eine Mutter. Eine Mutter, die ihre Kinder über alles liebt, und trotzdem…
- …sage ich ihnen auch mal, dass sie nerven, obwohl ich genau weiß, dass ich sie damit verletze.
- …sage ich ihnen, dass ich jetzt keine Lust habe zu spielen, auch wenn mich gleichzeitig ein unglaublich schlechtes Gewissen plagt.
- …backe ich Fertigpizza zum Mittagessen auf, obwohl ich weiß, dass eine selbstgemachte Gemüse-Lasagne viel gesünder wäre.
- …sage ich ihnen, dass sie ihre Hausaufgaben alleine machen müssen, weil ich keine Zeit habe, obwohl ich sehe, dass sie dringend Hilfe brauchen.
- …sage ich ihnen, sie sollen aufhören zu nörgeln, und erkenne ihre Gefühle und das dahinterliegende Bedürfnis damit nicht an.
- …ergreife ich Partei in Geschwisterstreitigkeiten, weil ich keinen Stress haben möchte, auch wenn ich damit gefühlt jemanden übergehe.
Mir ist das alles bewusst. Ich kenne berufsbedingt die pädagogischen Rezepte. Und trotzdem gibt es Momente, in denen ich mich nicht vorbildlich verhalte, sondern schlicht nach meinem besten Wissen und Gewissen oder besser: nach meiner momentanen Verfassung.
Ich habe die Haltung: Das ist okay. Denn was wirklich zählt, sind nicht meine Makel, sondern die generell liebevolle, enge Beziehung zu unseren Kindern. Diese Beziehung verzeiht auch die unperfekten Momente. Sie verzeiht die Fertigpizza und das genervte Wort, weil eine Basis da ist: Liebe und das Wissen, dass ich immer für unsere drei Kinder da bin im Guten wie im Schlechten – auch wenn ich mal menschlich und unperfekt bin.
Ja, das ist ok! Und doch darf ich auch immer wieder über meine Makel nachdenken. Wir sind Menschen mit Gefühlen. Und besonders das Gefühl des schlechten Gewissens meldet sich, wenn ich schärfer reagiere, als es mir lieb ist. Wir haben jederzeit die Möglichkeit, dies anzusprechen, wieder gut zu machen und uns aufrichtig zu entschuldigen.
Wie dies funktioniert erfährst Du hier…
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Ich bin Isabelle, Elterncoach, Erziehungsberaterin und 3-fach Mutter.
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